Newsletter für Coaches: So bleibst du mit Interessenten in Kontakt, bis sie buchen

Ein Newsletter ist für Coaches der Weg, mit Interessenten in Kontakt zu bleiben, bis sie bereit sind, ein Gespräch zu buchen. Du brauchst dafür ein E-Mail-Programm, ein Anmeldeformular mit Double-Opt-in und einen Grund, warum sich jemand anmelden soll. Danach zählt vor allem, dass du regelmäßig schreibst und jede E-Mail dem Leser etwas gibt.
Warum ein Newsletter für Coaches gut funktioniert
Die Entscheidung für einen Coach ist eine Vertrauensentscheidung, und Vertrauen braucht Zeit. Wer heute auf deine Webseite kommt, bucht vielleicht in drei Monaten, wenn sein Thema drängender wird. Mit einem Newsletter bist du in diesem Moment in seinem Posteingang, auch wenn er deine Webseite bis dahin längst vergessen hat.
Dazu kommt, dass die Adressen in deiner Liste bei dir liegen. Ändert eine Plattform ihre Regeln, bleibt deine Liste trotzdem bestehen.
So startest du deinen Newsletter
1. Wähl ein E-Mail-Programm
Es gibt viele Anbieter, und für den Anfang genügt ein einfaches Programm mit Anmeldeformular, Double-Opt-in und automatischen E-Mails. Achte darauf, wo der Anbieter deine Daten speichert, und lies seine Angaben zum Datenschutz.
2. Gib einen Grund zur Anmeldung
Ein Formular mit dem Satz «Melde dich für meinen Newsletter an» füllt kaum jemand aus. Besser funktioniert ein Freebie oder eine klare Beschreibung dessen, was der Leser regelmäßig bekommt, etwa einen Gedanken pro Woche zu seinem Thema.
3. Richte das Double-Opt-in ein
Beim Double-Opt-in bekommt der neue Abonnent nach der Anmeldung eine E-Mail mit einem Link, über den er seine Adresse bestätigt. Erst danach steht er in deiner Liste. So stellst du sicher, dass sich niemand mit einer fremden Adresse einträgt, und du kannst die Einwilligung später nachweisen.
4. Schreib eine Willkommensreihe
Die ersten E-Mails nach der Anmeldung liest ein neuer Abonnent mit großer Aufmerksamkeit. Stell dich darin vor, gib ihm etwas Nützliches und zeig ihm, wie er mit dir arbeiten kann. Diese Reihe läuft danach automatisch für jeden, der sich neu anmeldet.
Was das Gesetz verlangt
In Deutschland ist Werbung per E-Mail nach § 7 Abs. 2 UWG eine unzumutbare Belästigung, wenn keine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Empfängers vorliegt. Ein Newsletter, der auf deine Angebote hinweist, ist in diesem Sinne Werbung. Eine Ausnahme nach § 7 Abs. 3 UWG gibt es für eigene Kunden, deren Adresse du beim Verkauf einer Leistung erhalten hast. Du darfst ihnen Werbung für eigene ähnliche Leistungen schicken, solange sie nicht widersprochen haben und bei der Erhebung der Adresse und in jeder E-Mail klar auf ihr Widerspruchsrecht hingewiesen werden.
In der Schweiz und in Österreich gelten eigene Regeln, die du für deine Klienten dort prüfen solltest. Eine sauber eingeholte Einwilligung und ein Abmeldelink in jeder E-Mail sind ein guter Standard, an dem du dich überall orientieren kannst. Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung.
Worüber du schreiben kannst
- Eine Frage aus deinen Gesprächen und deine Antwort darauf
- Eine Beobachtung aus deiner Arbeit, ohne Namen von Klienten
- Ein Gedanke zu einem Buch oder Gespräch, der dich beschäftigt hat
- Eine kleine Übung, die der Leser sofort ausprobieren kann
- Ein Hinweis auf ein Angebot oder einen freien Termin
Halte dabei das Verhältnis im Blick. Wenn die meisten E-Mails dem Leser etwas geben, darf ab und zu eine E-Mail ein Angebot vorstellen, ohne dass sich jemand bedrängt fühlt.
Wie oft du schreiben solltest
Schreib so oft, wie du es über ein ganzes Jahr durchhältst. Für viele Coaches sind das zwei E-Mails im Monat. Wichtiger als die Zahl ist, dass deine Leser wissen, wann sie von dir hören, und dass jede E-Mail nach dir klingt.
Der nächste Schritt
Wie du einen guten Grund zur Anmeldung entwickelst, zeigt der Beitrag Freebie erstellen als Coach. Wenn dein Newsletter Leser zu einem bezahlten Angebot führen soll, hilft dir der Beitrag Salespage schreiben. Im Paket 3 «Deine Seite plus Verkaufsfunnel» richten wir Newsletter-Funktion und E-Mail-Programm ein, und Karin schreibt deine E-Mail-Serie, beschrieben auf der Seite Funnel und E-Mail-Marketing für Coaches.
Dieser Beitrag gehört zur Serie «Vom Besucher zum Klienten». Davor steht der Beitrag Landingpage für Coaches, und danach folgt der Beitrag Salespage schreiben.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Newsletter für Coaches?
Ein Newsletter lohnt sich, weil sich viele Menschen erst nach Wochen oder Monaten für einen Coach entscheiden. Mit ihm bleibst du in dieser Zeit in Kontakt, ohne dass sie deine Webseite erneut suchen müssen.
Was ist ein Double-Opt-in?
Beim Double-Opt-in bestätigt ein neuer Abonnent seine Anmeldung über einen Link in einer E-Mail. Erst danach steht er in deiner Liste, und du kannst seine Einwilligung nachweisen.
Brauche ich für meinen Newsletter eine Einwilligung?
In Deutschland brauchst du für Werbung per E-Mail nach § 7 UWG grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Für eigene Kunden gibt es unter engen Bedingungen eine Ausnahme.
Wie oft sollte ein Coach einen Newsletter schicken?
Schick ihn so oft, wie du es über ein Jahr durchhältst, und für viele Coaches sind das zwei E-Mails im Monat. Regelmäßigkeit zählt dabei mehr als Menge.