Positionierung

Deine Positionierung als Therapeut: So erkennen dich die passenden Klienten sofort

Positionierung27. Oktober 2026·7 Min Lesezeit
Abstrakte Wellenlinien in Rot und Magenta auf blauem Grund

Eine Positionierung als Therapeut oder Heilpraktiker ist der eine Satz, der sagt, mit welchen Menschen du arbeitest, in welcher Lage sie zu dir kommen und wie du mit ihnen arbeitest. Deine Ausbildung und deine Verfahren stehen in diesem Satz erst an zweiter Stelle. Wer ihn gefunden hat, wird von den passenden Klienten erkannt und muss sich im Erstgespräch nicht mehr lange erklären.

In Gesundheitsberufen kommt eine Bedingung dazu, die Coaches in dieser Form nicht kennen. Deine Positionierung darf keine Heilung versprechen. Sie beschreibt deine Arbeit und dich als Person, und gerade darin liegt ihre Stärke.

Warum die Liste deiner Verfahren keine Positionierung ist

Viele Praxisseiten beginnen mit einer Aufzählung. Dort stehen Kinesiologie, Craniosacral-Therapie, Bachblüten und Gesprächstherapie untereinander, und darunter folgen die Ausbildungen mit Jahreszahl. Für dich erzählt diese Liste deinen Weg. Für jemanden, der zum ersten Mal auf deine Seite kommt, ist sie eine Speisekarte, auf der er nicht weiß, was er bestellen soll.

Der Mensch, der dich sucht, denkt selten in Verfahren. Er denkt an seinen Zustand, an den Schlaf, der seit Monaten ausbleibt, oder an das Gefühl, nur noch zu funktionieren. Er sucht jemanden, der genau diese Lage kennt. Deshalb beginnt eine Positionierung bei ihm und endet bei dir.

Was in einer guten Positionierung für eine Praxis steht

Ein tragfähiger Positionierungssatz für eine Praxis beantwortet drei Fragen.

  • Mit welchen Menschen arbeitest du am liebsten und am besten?
  • In welcher Lage kommen diese Menschen zu dir?
  • Wie arbeitest du mit ihnen, und was erleben sie in deinen Sitzungen?

Die dritte Frage ist die heikelste, weil hier die Versuchung liegt, ein Ergebnis zu versprechen. Du kannst stattdessen beschreiben, was in deiner Arbeit geschieht, wie du zuhörst, worauf du achtest und wie eine Sitzung abläuft. Das lässt sich überprüfen, und es macht dich unterscheidbar.

Was du versprechen darfst und was nicht

In Deutschland verbietet das Heilmittelwerbegesetz irreführende Werbung für Verfahren und Behandlungen. Nach § 3 HWG ist Werbung unter anderem dann irreführend, wenn sie einer Behandlung eine Wirksamkeit zuschreibt, die sie nicht hat, oder wenn sie fälschlich den Eindruck erweckt, dass ein Erfolg mit Sicherheit erwartet werden kann. In der Schweiz und in Österreich gelten eigene Gesetze, und auch dort ist irreführende Werbung unzulässig.

Für deine Positionierung heißt das, dass du Menschen und Arbeitsweise beschreibst und das Ergebnis offen lässt. Ein Satz wie «Ich löse deine Erschöpfung in drei Sitzungen» ist damit ausgeschlossen. Ein Satz wie «Ich arbeite mit Menschen, die nach einer langen Belastung erschöpft sind und einen ruhigen Ort suchen, an dem sie ihren Körper wieder wahrnehmen» beschreibt dich und lässt die Wirkung beim Klienten. Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung, sie zeigt dir die Richtung.

Drei Beispiele für Praxen, vorher und nachher

Eine Heilpraktikerin für Psychotherapie schrieb vorher «Psychotherapeutische Begleitung nach dem Heilpraktikergesetz, Schwerpunkt Gesprächstherapie und Hypnose». Nachher lautet ihr Satz «Ich begleite Menschen, die nach außen stark wirken und innerlich müde geworden sind, und ich nehme mir in jeder Sitzung die Zeit, die ein Gespräch braucht, um in die Tiefe zu gehen».

Ein Körpertherapeut schrieb vorher «Craniosacral-Therapie, Massage und Atemarbeit in meiner Praxis». Nachher lautet sein Satz «Ich arbeite mit Menschen, die viel im Kopf leben und ihren Körper erst bemerken, wenn er sich meldet, und in ruhigen Sitzungen lernen sie bei mir, wieder hinzuspüren».

Eine Kinesiologin schrieb vorher «Kinesiologie für Kinder und Erwachsene». Nachher lautet ihr Satz «Ich arbeite mit Eltern und Kindern, die in einer anstrengenden Phase stecken, und ich gebe beiden in der Sitzung einen Raum, in dem niemand etwas leisten muss».

Keiner dieser Sätze nennt eine Krankheit, die verschwinden soll. Jeder nennt einen Menschen, den man vor sich sieht, und eine Art zu arbeiten, die man sich vorstellen kann.

Wie du deine Positionierung findest

Am schnellsten kommst du über deine besten Klienten zu deinem Satz. Denk an drei Menschen, mit denen die Arbeit leicht war und die gern wiederkamen. Schreib auf, in welcher Lage sie zu dir kamen, was sie im ersten Gespräch gesagt haben und was sie dir später über die Zeit bei dir erzählt haben. In diesen Notizen tauchen meist dieselben Wörter mehrmals auf, und diese Wörter gehören in deinen Satz.

Schwierig wird es an der Stelle, an der dir deine eigene Stärke selbstverständlich vorkommt. Was du seit Jahren tust, siehst du selbst am schlechtesten. Dafür braucht es ein Gegenüber, das von außen hinschaut und nachfragt.

Wie die Positionierung auf deine Website kommt

Steht der Satz, trägt er die ganze Webseite deiner Praxis. Er wird zur Überschrift auf der Startseite, er bestimmt, welche Sitzungen du als Angebot zeigst, und er gibt dem Text über dich eine Richtung. Wie das für eine Praxis aussieht, zeigen wir auf der Seite Website für Therapeuten. Was der Satz selbst leisten muss, steht im Beitrag über den Positionierungssatz, und ob du mit der Positionierung oder mit der Webseite beginnen solltest, klärt der Beitrag Erst Positionierung, dann Website?

Was die Positionierung bei uns kostet

Die Positionierungsarbeit ist bei uns das Paket 1 «Deine Frequenz» und kostet CHF 2'970. Sie dauert zwei Wochen, vom Fragebogen über zwei Essenzgespräche bis zum fertigen Ergebnis. Willst du Positionierung und fertige Webseite zusammen, ist das Paket 2 «Deine schwingende Seite» für CHF 5'000 in vier Wochen der passende Weg. Bezahlt wird bei allen Paketen zur Hälfte bei Start und zur Hälfte nach deiner Freigabe. Alle Pakete stehen auf der Seite Preise.

Häufige Fragen

Was ist eine Positionierung für Therapeuten und Heilpraktiker?

Eine Positionierung ist der eine Satz, der sagt, mit welchen Menschen du arbeitest, in welcher Lage sie zu dir kommen und wie du mit ihnen arbeitest. Deine Verfahren und Ausbildungen kommen erst danach. Sie hilft den passenden Klienten, dich sofort zu erkennen.

Darf ich als Heilpraktiker auf meiner Webseite über Wirkung schreiben?

Du darfst beschreiben, wie du arbeitest und was Klienten in deinen Sitzungen erleben. Du darfst keiner Behandlung eine Wirksamkeit zuschreiben, die sie nicht hat, und keinen Eindruck erwecken, dass ein Erfolg sicher eintritt. So steht es in Deutschland in § 3 des Heilmittelwerbegesetzes.

Muss ich mich auf eine Zielgruppe festlegen?

Du legst fest, mit wem du am liebsten arbeitest, und schreibst deine Webseite für diese Menschen. Andere Klienten dürfen trotzdem zu dir kommen. Eine klare Zielgruppe hilft vor allem den Menschen, die dich suchen, weil sie sich schneller wiedererkennen.

Wie lange dauert die Positionierungsarbeit bei euch?

Sie dauert zwei Wochen und kostet als Paket 1 «Deine Frequenz» CHF 2'970. Du bekommst deine Essenz in einem Satz, deine Vision, dein Wirkprinzip mit Namen und dein Angebot.

Kann ich meine Positionierung als Therapeut allein finden?

Viele kommen allein ein gutes Stück weit, wenn sie von ihren besten Klienten ausgehen und deren Worte sammeln. Schwierig wird es bei den Stärken, die dir selbstverständlich vorkommen. Dort hilft ein Gegenüber, das von außen fragt.

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