Wie finde ich als Coach meine Positionierung?
Du findest deine Positionierung über drei Fragen, die an deiner Ausbildung vorbeigehen. In welchen Momenten fühlst du dich am lebendigsten in deiner Arbeit? Was sagen andere über dich, das du selbst als unwichtig abtust? Und welche Transformation erleben deine Kunden, die nichts mit deiner erlernten Methode zu tun hat? Die Antworten zeigen auf deine Essenz — und aus der entsteht der Satz.
Frage 1 — Wann vergisst du die Zeit?
Die Frage lautet nicht «Was mache ich am häufigsten?», sondern «Wann vergesse ich die Zeit? Wann spüre ich, dass das, was ich tue, genau richtig ist?» Diese Momente zeigen, wo deine natürliche Stärke liegt. Es ist der Punkt, an dem Arbeit aufhört, Arbeit zu sein.
Frage 2 — Was tust du ab, das andere an dir sehen?
Hast du Sätze gehört wie «Du hast eine besondere Art zuzuhören» oder «Bei dir fühle ich mich sofort verstanden»? Und hast du gedacht: «Das kann doch jeder»? Genau das, was sich für dich selbstverständlich anfühlt, ist oft dein grösstes Geschenk. Es versteckt sich hinter deiner Selbstverständlichkeit.
Frage 3 — Was erleben deine Kunden jenseits der Methode?
Viele Coaches beschreiben, was sie methodisch tun. Wenige beschreiben, was ihre Kunden erleben. Die Transformation liegt selten in der Technik. Sie liegt in dem, was zwischen den Zeilen passiert: im Raum, den du hältst, in der Art, wie du Fragen stellst, in deiner Präsenz.
Der Satz ist kein Slogan, sondern ein Spiegel
Ein Positionierungssatz soll nicht gefallen, er soll treffen. Wenn ihm alle zustimmen, ist er zu allgemein. Wenn er bei manchen ein «genau das bin ich» auslöst und bei anderen gar nichts, sitzt er. Prüfe ihn an drei Menschen, die zu deinen Wunschkunden gehören — und an dreien, die es nicht tun.
Wo es allein schwierig wird
Die drei Fragen bringen die meisten weit. Der Punkt, an dem es hakt, ist der blinde Fleck: Was sich für dich mühelos anfühlt, siehst du selbst am schlechtesten. Deshalb steht am Anfang unserer Arbeit ein Essenzgespräch unter vier Augen und nicht ein Fragebogen allein.
Was eine Positionierung überhaupt ist und woran man eine gute erkennt, steht auf der Seite Positionierung als Coach.
Häufige Fragen
Wie finde ich als Coach meine Positionierung?
Über drei Fragen, die an deiner Ausbildung vorbeigehen: In welchen Momenten fühlst du dich am lebendigsten in deiner Arbeit? Was sagen andere über dich, das du selbst als unwichtig abtust? Und welche Transformation erleben deine Kunden, die nichts mit deiner erlernten Methode zu tun hat?
Woran merke ich, dass der Satz stimmt?
Daran, dass der richtige Mensch sich sofort darin erkennt und der falsche sich selbst aussortiert. Ein Satz, dem alle zustimmen, ist zu allgemein. Ein Satz, der bei manchen ein «genau das bin ich» auslöst und bei anderen gar nichts, sitzt.
Was ist der häufigste Fehler dabei?
Die eigene Methode als Positionierung auszugeben. «Systemischer Coach für Führungskräfte» beschreibt eine Ausbildung, kein Ergebnis. Der zweithäufigste Fehler ist, das Selbstverständliche zu übergehen: Was sich für dich mühelos anfühlt, ist oft genau die Stärke, die andere an dir sehen.
Wie lange dauert das?
Allein: unterschiedlich, oft Monate, weil der blinde Fleck im Weg steht. Mit uns: zwei Wochen, vom Essenzgespräch bis zum fertigen Positionierungssatz mit Wirkprinzip und Angebot.