Deine Zielgruppe als Coach finden: So weißt du, für wen du deine Webseite schreibst

Deine Zielgruppe als Coach findest du über die Menschen, mit denen du schon gut gearbeitet hast. Du beschreibst ihre Lage, den Auslöser ihrer Suche und die Worte, mit denen sie ihr Thema schildern, und daraus entsteht dein Wunschkunde. Alter, Beruf und Wohnort helfen dabei weniger, als viele Vorlagen nahelegen.
Mit einer Zielgruppe schließt du niemanden aus. Du entscheidest damit, für wen du deine Texte schreibst, damit sich dieser Mensch beim Lesen wiedererkennt.
Warum Alter und Beruf zu wenig sagen
Viele Vorlagen fragen nach einer Persona mit Namen, Alter, Familienstand und Einkommen. Das Formular ist schnell ausgefüllt, und trotzdem weißt du danach nicht, was in deiner Überschrift stehen soll. Zwei Menschen mit demselben Alter und demselben Beruf können in ganz verschiedenen Lagen stecken.
Für deine Webseite zählt die Lage, in der jemand nach Hilfe sucht. Wer nach einer Trennung neu anfängt, liest anders als jemand, der im Beruf an eine Grenze stößt, auch wenn beide gleich alt sind.
Vier Schritte zu deiner Zielgruppe
1. Denk an deine drei besten Klienten
Wähl drei Menschen aus, mit denen die Arbeit leicht war und gute Ergebnisse gebracht hat. Wenn du noch am Anfang stehst, nimmst du Menschen aus deinem Umfeld, denen du schon geholfen hast.
2. Schreib ihre Lage vor der Zusammenarbeit auf
Notiere, was in ihrem Leben los war, als sie zu dir kamen, und was sie bis dahin schon versucht hatten. Achte dabei vor allem auf das, was ihnen gemeinsam war.
3. Finde den Auslöser
Jeder Mensch sucht an einem bestimmten Tag nach Hilfe. Oft ist es ein Gespräch, eine schlaflose Nacht oder ein Satz, den jemand zu ihm gesagt hat. Dieser Auslöser ist für deine Texte wertvoll, weil der Leser ihn sofort wiedererkennt.
4. Sammle ihre Worte
Schreib auf, wie deine Klienten ihr Thema im ersten Gespräch beschrieben haben, und zwar möglichst im Wortlaut. Diese Worte gehören später in deine Überschriften, weil dein Wunschkunde genau so denkt und sucht.
Wie das aussehen kann
Stell dir einen Coach vor, der Menschen in beruflichen Umbrüchen begleitet. Seine drei besten Klienten arbeiteten in ganz verschiedenen Branchen. Gemeinsam war ihnen, dass sie nach außen erfolgreich wirkten und innerlich längst gekündigt hatten. Der Auslöser war bei allen dreien ein Sonntagabend, an dem ihnen der Gedanke an den Montag den Magen zuschnürte.
Aus diesen Notizen wird eine Zielgruppe, die man vor sich sieht. Die Überschrift seiner Startseite könnte lauten «Du bist gut in deinem Beruf, und trotzdem graut dir vor jedem Montag».
Was du tust, wenn du mehrere Zielgruppen hast
Viele Coaches arbeiten mit zwei oder drei Gruppen. Das funktioniert gut, solange jede Gruppe auf deiner Webseite eine eigene Seite oder einen eigenen Abschnitt bekommt. Auf der Startseite sprichst du die Gruppe an, mit der du am liebsten arbeitest, und von dort führen Wege zu den anderen.
Woran du erkennst, dass deine Zielgruppe stimmt
Eine gut gewählte Zielgruppe merkst du an den Reaktionen. Interessenten schreiben dir Sätze wie «Ich habe mich in deinem Text wiedergefunden», und im Erstgespräch musst du weniger erklären. Bleiben diese Reaktionen aus, ist die Beschreibung meist noch zu allgemein.
Der nächste Schritt
Hast du deine Zielgruppe beschrieben, folgt die Frage, wie eng du sie fassen willst. Darum geht es im Beitrag Nische finden als Coach. Wie du die Worte deiner Klienten in Texte verwandelst, zeigt der Beitrag Website-Texte schreiben, und die wichtigsten Fachbegriffe stehen in unserem Glossar.
Im Paket 1 «Deine Frequenz» bestimmen wir mit dir in zwei Wochen deine Positionierung und deinen Wunschkunden, und der Festpreis beträgt CHF 2'970. Wie das abläuft, steht auf der Seite Positionierung als Coach.
Dieser Beitrag gehört zur Serie «Zielgruppe und Unterschied». Danach folgt der Beitrag Nische finden als Coach.
Häufige Fragen
Wie finde ich als Coach meine Zielgruppe?
Geh von deinen drei besten Klienten aus und beschreib ihre Lage vor der Zusammenarbeit, den Auslöser ihrer Suche und die Worte, mit denen sie ihr Thema schildern. Was ihnen gemeinsam ist, beschreibt deine Zielgruppe.
Was ist der Unterschied zwischen Zielgruppe und Wunschkunde?
Die Zielgruppe beschreibt eine Gruppe von Menschen in einer ähnlichen Lage. Der Wunschkunde ist ein einzelner Mensch aus dieser Gruppe, für den du deine Texte schreibst, als würdest du ihm einen Brief schreiben.
Verliere ich Klienten, wenn ich mich auf eine Zielgruppe festlege?
Meist gewinnst du welche, weil sich die passenden Menschen schneller angesprochen fühlen. Andere Klienten können trotzdem zu dir kommen, auch wenn deine Texte nicht mehr für alle gleichzeitig geschrieben sind.
Brauche ich eine Persona?
Eine Persona mit Alter und Beruf hilft dir beim Schreiben wenig. Nützlicher ist eine Beschreibung der Lage, des Auslösers und der Worte deiner Klienten.