Empfiehlt ChatGPT dich? So prüfst du deine KI-Sichtbarkeit selbst

Ob dich eine KI empfiehlt, prüfst du mit Fragen, in denen dein Name nicht vorkommt, zum Beispiel «Welchen Coach für Führungskräfte in Zürich empfiehlst du mir?». Du stellst jede Frage mehrmals, in mehreren Systemen und an verschiedenen Tagen, und zählst, wie oft du genannt wirst. Ein einzelner Versuch sagt fast nichts, weil dieselbe Frage am selben Tag verschiedene Antworten liefert.
Warum der Test mit deinem Namen täuscht
Der naheliegende Test ist, ChatGPT nach dem eigenen Namen zu fragen. Die Antwort fällt meist gut aus, und das beruhigt. Sie zeigt aber nur, dass die KI dich kennt, wenn jemand schon nach dir sucht.
Neue Klienten suchen selten nach deinem Namen. Sie fragen nach einer Lösung für ihr Thema, und dann muss die KI von sich aus auf dich kommen. Warum das so viel schwerer ist, erklärt der Beitrag Warum ChatGPT deine Praxis kennt und trotzdem die Konkurrenz empfiehlt.
1. Schreib sechs Fragen auf, wie deine Klienten sie stellen
Schreib sechs Fragen auf, so wie ein möglicher Klient sie in ChatGPT eintippen würde. Zwei Fragen nennen dein Fach und deinen Ort, zwei nennen nur das Problem, und zwei fragen nach einem Vergleich. Für einen Paarberater könnten drei davon so lauten.
- «Welchen Paarberater in Bern kannst du empfehlen?»
- «Wer hilft Paaren, die nur noch streiten, online auf Deutsch?»
- «Was ist der Unterschied zwischen Paarberatung und Paartherapie, und an wen wende ich mich?»
Für dein Fach setzt du deine eigenen Wörter ein, und zwar die, die deine Klienten im ersten Gespräch verwenden.
2. Stell jede Frage mehrmals
Dieselbe Frage liefert bei einer KI nicht jedes Mal dieselbe Antwort. Die Stabilitätsforschung legt sieben bis acht Wiederholungen je Frage und System nahe, verteilt über mehrere Tage. Öffne für jeden Durchlauf ein neues Gespräch, damit die KI frühere Antworten nicht wieder aufgreift.
3. Prüfe mehrere Systeme getrennt
ChatGPT, Perplexity, Gemini und Claude greifen auf unterschiedliche Quellen zu. ChatGPT betreibt einen eigenen Index und kauft Google-Ergebnisse zu, Perplexity sucht in einem eigenen Index, Gemini liest den Google-Index, und Claude sucht über Brave. Ein gutes Ergebnis in einem System sagt deshalb wenig über die anderen. Wir selbst wurden im September 2026 von Perplexity bei fünf von acht Testfragen genannt und von ChatGPT bei keiner.
4. Trag alles in eine Tabelle ein
Für jeden Durchlauf notierst du die Frage, das System, das Datum, ob du genannt wurdest und wer sonst genannt wurde. Zähl auch die Durchläufe, in denen du nicht vorkommst, denn gerade sie zeigen dir, wo du stehst.
Am Ende rechnest du für jedes System aus, in wie vielen Antworten du vorkommst. Diese Zahl ist dein Ausgangswert. Nach drei Monaten wiederholst du die Messung mit denselben Fragen und vergleichst die beiden Werte.
5. Schau dir an, wer statt dir genannt wird
Die Namen, die statt deinem auftauchen, sind das wertvollste Ergebnis der Messung. Klick die Quellen an, die die KI angibt. Oft sind es Verzeichnisse, Bewertungsportale oder Übersichtsartikel. In unserer eigenen Messung stammten die Anbieter, die ChatGPT nannte, aus genau solchen fremden Listen. Dort fehlt dein Eintrag noch, und dort beginnt deine Arbeit.
Was die Messung nicht leisten kann
Eine solche Messung zeigt dir eine Verteilung und keinen festen Platz. Wer dir nach einem einzigen Testlauf eine Note gibt, hat einmal gewürfelt. Deshalb kann dir auch niemand einen festen Platz in einer KI-Antwort versprechen. Versprechen lässt sich ein nachvollziehbarer Aufbau der Faktoren, die zählen, und eine wiederholte Messung, die zeigt, ob sich etwas bewegt.
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Was wir für deine Sichtbarkeit in KI-Antworten tun, steht auf der Seite KI-Sichtbarkeit. Wie du deine Texte so schreibst, dass eine KI sie wiedergeben kann, zeigt der Beitrag Website-Texte für KI optimieren.
Dieser Beitrag gehört zur Serie «Gefunden werden». Davor steht der Beitrag SEO für Coaches und Therapeuten, und danach folgt der Beitrag Website-Texte für KI optimieren.
Häufige Fragen
Wie prüfe ich, ob ChatGPT mich empfiehlt?
Stell Fragen, in denen dein Name nicht vorkommt, so wie ein möglicher Klient sie stellen würde. Wiederhol jede Frage sieben bis acht Mal je System an verschiedenen Tagen und zähl, wie oft du genannt wirst.
Warum bekomme ich jedes Mal eine andere Antwort?
KI-Systeme setzen ihre Antworten jedes Mal neu zusammen und greifen dabei auf wechselnde Quellen zu. Deshalb taugt ein einzelner Durchlauf nicht als Messung.
Wie oft sollte ich die Messung wiederholen?
Für einen Ausgangswert stellst du jede Frage sieben bis acht Mal je System, verteilt über mehrere Tage. Danach reicht eine Wiederholung alle drei Monate mit denselben Fragen.
Kann ich meine KI-Sichtbarkeit mit einem Werkzeug messen?
Ein Werkzeug kann dir Arbeit abnehmen, wenn es jede Frage mehrmals stellt, die Systeme getrennt auswertet, die Läufe ohne Nennung mitzählt und zeigt, woher die Fragen stammen. Ein Werkzeug mit einem einzigen Durchlauf und einer Punktzahl misst den Zufall.