Was auf deine Coaching-Webseite gehört, damit Besucher ein Gespräch buchen

Auf eine Coaching-Webseite gehören eine Startseite, die in einem Satz sagt, wem du wobei hilfst, eine Seite mit deinem Angebot und Preis, eine Seite über dich, Stimmen von Klienten und ein einfacher Weg zum ersten Gespräch. Dazu kommen Impressum und Datenschutzerklärung. Mehr braucht eine erste Webseite nicht, und alles Weitere baut auf diesen Teilen auf.
Die Reihenfolge ist dabei wichtiger als die Menge. Ein Besucher entscheidet auf den ersten Zeilen, ob er weiterliest. Deshalb beginnt jede Seite mit dem, was er sucht, und erst danach folgt das, was du über dich erzählen möchtest.
Die Startseite beantwortet drei Fragen
Wer auf deine Startseite kommt, will in wenigen Sekunden drei Dinge wissen. Er will wissen, ob er hier richtig ist, was du für ihn tun kannst und wie der nächste Schritt aussieht.
Die erste Frage beantwortet die Überschrift. Sie spricht über den Besucher und seine Lage, und dein Name oder deine Ausbildung kommen darin noch nicht vor. Die zweite Frage beantworten zwei oder drei Sätze darunter, die sagen, was sich durch die Arbeit mit dir verändert. Die dritte Frage beantwortet ein Knopf, der genau sagt, was passiert, wenn man ihn drückt.
Darunter folgt der Rest der Startseite in einer Reihenfolge, die sich bei vielen Coaching-Webseiten bewährt hat.
- Die Lage deines Besuchers, so beschrieben, dass er sich darin wiedererkennt
- Dein Weg aus dieser Lage, in drei Schritten erklärt
- Stimmen von Klienten mit Namen und Beruf
- Ein kurzer Abschnitt über dich mit Foto
- Dein Angebot mit Preis oder Preisrahmen
- Häufige Fragen mit vollständigen Antworten
- Noch einmal der Weg zum Gespräch
Die Angebotsseite nennt den Preis
Viele Coaches verstecken ihren Preis, weil sie fürchten, damit Interessenten abzuschrecken. Wer den Preis nicht findet, schreibt dir aber selten eine Anfrage, um ihn zu erfahren. Meist schließt er das Fenster und sucht weiter.
Auf die Angebotsseite gehören deshalb der Ablauf, die Dauer, der Inhalt des Preises und die Menschen, für die das Angebot gedacht ist. Wenn dein Preis vom Umfang abhängt, nennst du einen Rahmen oder einen Einstiegspreis. Damit gibst du dem Besucher die Sicherheit, dass er nicht in ein Verkaufsgespräch gerät, dessen Ausgang er nicht kennt.
Die Seite über dich erzählt vom Besucher
Die Seite «Über mich» wird oft angeklickt und meist am schwächsten geschrieben. Sie beginnt mit dem Geburtsort und endet mit der fünften Weiterbildung. Besucher lesen sie aber mit einer einzigen Frage im Kopf, nämlich ob du jemand bist, dem sie ihr Thema anvertrauen können.
Erzähl deshalb, warum du diese Arbeit machst und was du an deinen Klienten siehst, das andere übersehen. Deine Ausbildungen gehören an das Ende, als Beleg. Wie ein solcher Text entsteht, zeigen wir im Beitrag Über-mich-Text schreiben.
Stimmen von Klienten sind dein stärkster Beleg
Ein Satz eines zufriedenen Klienten wiegt mehr als jede Beschreibung deiner Methode, weil er zeigt, dass jemand den Weg schon gegangen ist. Achte darauf, dass jede Stimme einen Namen und einen Beruf oder Ort trägt und im Wortlaut bleibt. Eine geglättete Stimme klingt nach Werbung, und das spürt der Leser sofort.
Wenn du noch keine Stimmen hast, frag drei frühere Klienten, was sich für sie durch die Zusammenarbeit verändert hat. Die Antworten sind meist besser als alles, was du selbst schreiben würdest.
Der Weg zum Gespräch hat keine Hürden
Am Ende jeder Seite steht derselbe nächste Schritt. Bei den meisten Coaches ist das ein kostenloses Erstgespräch, das man direkt im Kalender buchen kann. Je weniger Felder ein Formular hat, desto eher wird es ausgefüllt, und für den Anfang reichen Name, E-Mail und ein Termin.
Was nicht auf deine Startseite gehört
- Ein Begrüßungstext, der mit «Herzlich willkommen» beginnt
- Eine Liste aller Methoden, die du je gelernt hast
- Ein Bild, das auch auf jeder anderen Coaching-Webseite stehen könnte
- Drei verschiedene Knöpfe mit drei verschiedenen Zielen
Jedes dieser Elemente kostet Aufmerksamkeit und gibt dem Besucher nichts zurück. Lässt du sie weg, bleibt mehr Platz für den Satz, um den es auf deiner Seite geht.
Wenn du die Webseite nicht allein bauen willst
Wir bauen Coaching-Webseiten nach genau diesem Aufbau. Zuerst erarbeiten wir mit dir deine Positionierung und dein Angebot, danach schreibt Karin die Texte von Hand, und am Ende steht die fertige Webseite. Das ist unser Paket 2 «Deine schwingende Seite», es kostet CHF 5'000 und dauert vier Wochen. Alle Einzelheiten stehen auf der Seite Positionierung und Website aus einer Hand, und wie wir für Coaches arbeiten, zeigt die Seite Webdesign für Coaches.
Dieser Beitrag gehört zur Serie «Webseite und Texte». Danach folgt der Beitrag Website-Texte schreiben.
Häufige Fragen
Was gehört auf eine Coaching-Webseite?
Auf eine Coaching-Webseite gehören eine Startseite mit einem klaren Satz zu deiner Arbeit, eine Angebotsseite mit Preis, eine Seite über dich, Stimmen von Klienten und ein einfacher Weg zum Erstgespräch. Dazu kommen Impressum und Datenschutzerklärung.
Wie viele Seiten braucht eine Coaching-Webseite?
Für den Anfang reichen eine Startseite, eine Angebotsseite, eine Seite über dich, eine Kontakt- oder Buchungsseite sowie Impressum und Datenschutzerklärung. Stimmen von Klienten können auf der Startseite stehen.
Muss mein Preis auf die Webseite?
Ein sichtbarer Preis oder Preisrahmen hilft fast immer. Wer den Preis nicht findet, fragt selten nach und sucht lieber weiter. Hängt dein Preis vom Umfang ab, nennst du einen Einstiegspreis.
Was gehört in die Überschrift meiner Startseite?
In die Überschrift gehört die Lage deines Besuchers oder das, was sich für ihn verändert. Dein Name und deine Ausbildung gehören weiter nach unten.
Brauche ich einen Blog auf meiner Coaching-Webseite?
Für den Start brauchst du keinen Blog. Er lohnt sich, wenn deine wichtigsten Seiten stehen und du regelmäßig Fragen beantworten willst, die deine Klienten stellen.