Praxisname finden: So entsteht ein Name, der zu dir passt und den man weitersagt

Ein guter Praxisname ist leicht auszusprechen, sagt etwas über deine Arbeit oder über dich und ist rechtlich frei. Für viele Coaches und Therapeuten ist der eigene Name die beste Wahl, weil Menschen zu einem Menschen gehen und Empfehlungen meist über den Namen laufen. Ein Fantasiename lohnt sich, wenn du mit mehreren Personen arbeitest oder dein Name schwer zu schreiben ist.
Eigener Name oder Praxisname
Der eigene Name hat den Vorteil, dass er bleibt, auch wenn sich dein Angebot verändert. Ein Klient, der dich weiterempfiehlt, nennt ohnehin deinen Namen, und eine Domain mit deinem Namen findet er leichter. Ein eigener Praxisname kann dagegen ausdrücken, wofür du stehst, und er lässt sich später weitergeben, wenn die Praxis wächst. Viele verbinden beides, etwa mit dem eigenen Namen und einer kurzen Beschreibung dahinter.
In vier Schritten zum Namen
1. Wörter sammeln
Schreib Wörter auf, die beschreiben, was deine Klienten bei dir erleben, welche Bilder deine Arbeit trägt und welche Orte oder Landschaften dir wichtig sind. Sammle mindestens zwanzig Wörter, bevor du ein einziges bewertest.
2. Verbinden und kürzen
Verbinde Wörter miteinander oder mit deinem Namen, und kürze lange Verbindungen. Ein Name mit zwei oder drei Silben bleibt leichter im Kopf als einer mit sechs.
3. Laut aussprechen
Sprich jeden Kandidaten laut aus, so als würdest du ihn am Telefon nennen. Ein Name, den du buchstabieren musst, geht bei Empfehlungen verloren.
4. Prüfen
Prüfe die zwei oder drei besten Namen auf Marken, Domains und Berufsbezeichnungen, bevor du dich festlegst.
Was du rechtlich prüfst
Schau in die Markenregister, ob es den Namen in deinem Bereich schon gibt. In Deutschland ist das das Register des Deutschen Patent- und Markenamts, in der Schweiz das des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum und in Österreich das des Österreichischen Patentamts. Prüfe außerdem, ob die passende Domain frei ist, und suche den Namen bei Google, um ähnliche Anbieter zu finden.
Achte auch auf geschützte Berufsbezeichnungen. In Deutschland darf sich nach dem Psychotherapeutengesetz nur Psychotherapeut nennen, wer eine Approbation hat, und deshalb gehört dieses Wort auch nicht in den Namen einer Praxis von Heilpraktikern für Psychotherapie. Wörter wie «Klinik» oder «Zentrum» wecken Erwartungen an Größe und Ausstattung, die eine kleine Praxis nicht erfüllt.
Der Name auf der Webseite
Auf der Webseite steht der Name im Kopf jeder Seite, und gleich darunter sagt ein Satz, was du tust. Ein Fantasiename ohne diesen Satz lässt Besucher raten. Wie du diesen Satz findest, zeigt der Ratgeber Positionierungssatz, und wie Name und Auftritt zusammenpassen, der Ratgeber Personal Branding für Coaches.
Wenn wir deine Positionierung erarbeiten, prüfen wir auch, ob dein Name zu deiner Essenz passt. Mehr dazu steht auf der Seite Positionierung für Therapeuten und Heilpraktiker.
Dieser Ratgeber gehört zur Reihe «Die eigene Praxis aufbauen». Davor steht der Ratgeber Als Heilpraktiker selbstständig machen, und danach folgt der Ratgeber Online-Terminbuchung auf der Website.
Häufige Fragen
Soll ich meine Praxis nach mir benennen?
Für viele Coaches und Therapeuten ist der eigene Name die beste Wahl, weil Empfehlungen meist über den Namen laufen. Ein eigener Praxisname lohnt sich, wenn du mit mehreren Personen arbeitest.
Wie prüfe ich, ob ein Praxisname frei ist?
Schau in die Markenregister des Landes, in dem du arbeitest, prüfe die Domain und suche den Namen bei Google nach ähnlichen Anbietern.
Darf ein Heilpraktiker für Psychotherapie seine Praxis Psychotherapie-Praxis nennen?
Die Bezeichnung Psychotherapeut ist in Deutschland Menschen mit Approbation vorbehalten. Lass einen solchen Namen vorher prüfen, und verwende in jedem Fall die Berufsbezeichnung, die dir zusteht.