Eigene Methode entwickeln: So gibst du dem, was in deiner Arbeit wirkt, einen Namen

Eine eigene Methode musst du als Coach selten neu erfinden, weil sie meist schon in deiner Arbeit steckt. Du entwickelst sie, indem du beobachtest, was in deinen besten Sitzungen wirkt, diese Schritte in eine feste Reihenfolge bringst und dem Ganzen einen Namen gibst. Wir nennen das, was dabei sichtbar wird, dein Wirkprinzip.
Viele Coaches haben mehrere Ausbildungen gemacht und mischen daraus ihren eigenen Weg. Auf der Webseite steht dann trotzdem nur die Liste der Ausbildungen, und der Besucher erfährt nicht, wie eine Stunde bei dir abläuft. Eine benannte Methode schließt diese Lücke, weil sie zeigt, was du anders machst als andere mit denselben Abschlüssen.
Was ein Wirkprinzip ist
Das Wirkprinzip beschreibt, wie deine Arbeit beim Klienten wirkt. Es sagt nichts über ein garantiertes Ergebnis, und genau deshalb kannst du es offen auf deine Webseite schreiben. Ein Beispiel wäre ein Coach, der in jeder Sitzung zuerst den Körper fragt und erst danach über Lösungen spricht. Sein Wirkprinzip ist dieser Wechsel vom Spüren zum Entscheiden, und er kann ihm einen Namen geben, den sich Klienten merken.
In vier Schritten zur eigenen Methode
1. Die besten Sitzungen aufschreiben
Denk an drei oder vier Sitzungen, nach denen ein Klient etwas verstanden oder entschieden hat. Schreib für jede auf, was du getan hast, in welcher Reihenfolge und an welcher Stelle sich etwas gelöst hat.
2. Das Gemeinsame finden
Leg die Notizen nebeneinander und markiere, was sich wiederholt. Meist sind es zwei oder drei Schritte, die du immer gehst, auch wenn du sie bisher nie benannt hast.
3. Die Schritte ordnen
Bring diese Schritte in eine Reihenfolge, die ein Klient nachvollziehen kann. Drei bis fünf Schritte reichen, weil sich niemand eine Methode mit zehn Stufen merkt.
4. Einen Namen geben
Ein guter Name beschreibt, was passiert, und klingt nach dir. Er darf schlicht sein, solange ein Klient ihn weitersagen kann. Bevor du ihn veröffentlichst, prüfst du in den Markenregistern und mit einer Suche im Netz, ob ihn schon jemand nutzt.
So steht die Methode auf deiner Webseite
Auf der Startseite genügt ein Satz, der das Wirkprinzip nennt. Auf der Angebotsseite beschreibst du die Schritte mit je zwei oder drei Sätzen und erzählst, wie sich eine Sitzung für den Klienten anfühlt. Deine Ausbildungen stehen danach als Beleg, dass du das Handwerk gelernt hast. Wie du daraus einen ganzen Text baust, zeigt der Ratgeber Webseitentexte schreiben.
Wenn du mit Menschen in gesundheitlichen Fragen arbeitest, beschreibst du die Methode als Weg und nicht als Heilung. Der Ratgeber Heilversprechen vermeiden zeigt dir passende Formulierungen.
Das Wirkprinzip gemeinsam finden
Im Paket 1 «Deine Frequenz» erkennen wir in zwei Wochen deine Essenz, benennen dein Wirkprinzip und formen daraus deinen Positionierungssatz und dein Angebot. Der Festpreis beträgt CHF 2'970. Mehr dazu findest du auf der Seite Positionierung als Coach.
Dieser Ratgeber gehört zur Reihe «Angebot und Methode». Danach folgt der Ratgeber Coaching-Angebot entwickeln.
Häufige Fragen
Muss ich eine eigene Methode haben?
Du musst keine haben, doch sie hilft dir. Eine benannte Methode zeigt dem Besucher, wie du arbeitest, und unterscheidet dich von anderen Coaches mit denselben Ausbildungen.
Darf ich Elemente aus meinen Ausbildungen verwenden?
Ja, das tun fast alle. Achte darauf, geschützte Namen anderer Methoden nicht als deine eigenen auszugeben, und nenne deine Ausbildungen offen als Grundlage.
Sollte ich meine Methode als Marke schützen lassen?
Das lohnt sich, wenn der Name zum Kern deines Angebots wird. Prüfe vorher, ob es ihn schon gibt, und lass dich beim Anmelden von einer Fachperson beraten.