Coaching-Preise festlegen: So findest du einen Preis, hinter dem du stehen kannst

Deinen Coaching-Preis legst du am besten als festen Preis für ein ganzes Paket fest, weil der Klient dann vorher weiß, was er bekommt und was es kostet. Du rechnest ihn aus deinem Zeitaufwand, deinen Kosten und dem Einkommen, das du brauchst, und prüfst ihn danach am Wert des Ergebnisses für deinen Klienten. Der Preis gehört auf deine Webseite, damit sich niemand erst im Gespräch traut zu fragen.
Stundensatz oder Paket
Ein Stundensatz ist leicht zu verstehen, doch er lenkt den Blick auf die Zeit. Der Klient fragt sich dann, wie viele Stunden er noch brauchen wird, und bricht vielleicht ab, bevor sich etwas verändert hat. Ein Paketpreis lenkt den Blick auf das Ergebnis und gibt beiden Seiten einen festen Rahmen. Viele Coaches nennen deshalb ein Paket als Hauptangebot und bieten Einzelstunden nur für Klienten an, die schon einmal mit ihnen gearbeitet haben.
So rechnest du deinen Preis
1. Die Zeit vollständig zählen
Zähl zu den Terminen auch die Vorbereitung, die Nachbereitung, die Nachrichten zwischen den Terminen und das Erstgespräch. Ein Paket mit fünf Sitzungen kostet dich meist deutlich mehr als fünf Stunden.
2. Deine Kosten und dein Einkommen ansetzen
Rechne aus, was du im Jahr für Miete, Versicherungen, Weiterbildung, Werkzeuge und Steuern ausgibst und was dir danach bleiben soll. Teile die Summe durch die Zahl der Pakete, die du im Jahr verkaufen kannst. Rechne dabei mit Urlaub, Krankheit und Monaten, in denen weniger gebucht wird.
3. Den Wert für den Klienten prüfen
Frag dich, was das Ergebnis für deinen Klienten bedeutet, etwa eine Entscheidung, die er seit Jahren vor sich herschiebt. Ein Preis, der zu diesem Wert passt, wirkt glaubwürdig, auch wenn er höher ist als der Preis anderer Coaches.
Den Preis zeigen
Viele Coaches verstecken ihren Preis, weil sie fürchten, Besucher zu verschrecken. In der Praxis vertrauen Besucher einem offenen Preis eher, und Menschen, für die er nicht passt, sparen dir ein Gespräch. Schreib dazu, was im Preis enthalten ist und wie die Zahlung abläuft.
Wir machen es auf unserer eigenen Seite genauso. Unsere drei Pakete kosten CHF 2'970, CHF 5'000 und CHF 9'900 als Festpreis, und für alle drei zahlst du die Hälfte bei Start und die zweite Hälfte erst nach Freigabe des Ergebnisses. Nach der Aufschaltung einer Webseite unterstützen wir dich zwei Monate kostenlos, danach rechnen wir CHF 140 pro Stunde nach Aufwand ab, und es gibt kein Abo. Die Seite Preise zeigt, wie wir das aufschreiben.
Über den Preis sprechen
Nenne den Preis im Gespräch ruhig und in einem Satz, und warte danach auf die Antwort. Wenn ein Klient zögert, frag ihn, was ihm für seine Entscheidung noch fehlt, statt sofort einen Nachlass anzubieten. Ein Rabatt im ersten Gespräch sagt ihm, dass der Preis verhandelbar war.
Wie der Preis in das ganze Angebot passt, zeigt der Ratgeber Coaching-Angebot entwickeln, und wie er auf einer Verkaufsseite steht, der Ratgeber Salespage schreiben.
Dieser Ratgeber gehört zur Reihe «Angebot und Methode». Davor steht der Ratgeber Coaching-Angebot entwickeln.
Häufige Fragen
Soll ich meine Coaching-Preise auf die Website schreiben?
Ja, in den meisten Fällen. Ein offener Preis schafft Vertrauen, und Menschen, für die er nicht passt, sparen dir ein Gespräch.
Was ist besser, Stundensatz oder Paketpreis?
Ein Paketpreis lenkt den Blick auf das Ergebnis und gibt einen festen Rahmen. Einen Stundensatz kannst du zusätzlich für einzelne Folgetermine nennen.
Wie oft sollte ich meine Preise anpassen?
Prüfe deine Preise einmal im Jahr und immer dann, wenn du dauerhaft ausgebucht bist. Bestehende Klienten informierst du rechtzeitig vor einer Änderung.